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So unglaublich es klingen mag, aber es gibt sie wirklich, professionelle Entjungferer die im Auftrag der Eltern ein reinigendes Ritual ausführen. Denn angeblich soll es Glück bringen und Unheil von den Familien abhalten, wenn die Mädchen nach der ersten Menstruation, von einer sogenannten Hyäne entjungfert werden. Hyäne werden diese Männer genannt, die im Süden des Staates Malawi in Afrika, die Tätigkeit ausführen.

Ihre Arbeit, tun sie auf spezielle Art, denn sie bezeichnen sie als „ Reinigung“, haben Sex mit Mädchen, die gerade 12 sind oder gar jünger und werden für ihre Tätigkeit von den Eltern dafür bezahlt. Denn diese Reinigung dauert nach altem Brauch drei Tage, sie soll den Übergang ins Erwachsenenalter markieren. Sollten sich die Mädchen weigern, bedeutet es nach dem Aberglauben, das den Familien und den Dörfern ihrer Herkunft, Krankheiten und Unglücke drohen.

Aber auch Frauen die ihren Mann verloren haben, oder die die eine Abtreibung hinter sich haben, sind verpflichtet dieses Reinigungsritual über sich ergehen zu lassen. Witwen müssen bevor sie ihren verstorbenen Mann begraben dürfen, mit einem Hyänen schlafen. Die Frauen werden dazu gezwungen, denn es ist ein traditionelles Ritual, welches natürlich auch ohne Verhütung stattfinden muss. Denn die sogenannten Hyänen sind von Gott auserwählt und können daher nicht mit Krankheiten, wie HIV infiziert sein, so der Aberglaube.

Die Realität sieht aber ganz anders aus, denn laut UN – Schätzungen ist jeder zehnte Malawier mit HIV infiziert und gerade der Brauch der Hyänen, ist ein sehr großes Risiko, das zur Verbreitung beiträgt.

Nun aber zum Thema Eric Aniva, sein Job ist alles andere als ein reinigendes Ritual, denn der etwa 40 Jährige ist mit HIV infiziert und hat mit Sicherheit vielen jungen Mädchen und Frauen diese Immunkrankheit übertragen. Denn nach seiner Festnahme, gestand er, das er dieses Ritual mit über 100 Mädchen vollzogen hat. Da Sex in Malawi unter 16 strengstens verboten ist, drohen dem HIV Infizierten, professionellen Entjungferer eine lebenslange Haftstrafe.

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Bildquelle: Pixabay.com