Chirurgische Methoden der Verhütung und Intrauterinpessare

Chirurgische Verhütungsmethoden

Chirurgische Verhütungsmethoden gibt es sowohl für den Mann, als auch für die Frau. Durch einen chirurgischen Eingriff wird hier die Zeugungsunfähigkeit erreicht, was allerdings nicht immer zu 100 Prozent.

Beim Mann

Beim Mann werden bei der Sterilisation die Samenleiter im Hodensack durchtrennt, was allerdings in einem von 400 Fällen dennoch zu einer Schwangerschaft führt. Beim Die Sterilisation des Mannes wird auch als Vasektomie bezeichnet.

Bei Frauen

Die Sterilisation der Frau funktioniert, indem mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffs die Eileiter entweder komplett abgetrennt, oder aber abgetrennt werden. Die Sterilisation der Frau ist sicherer, als die beim Mann, denn ein Versagen kommt hier nur in einem Verhältnis von 1/1000 bis 1/10 000 vor.

Sterilisation sollte überlegt sein

Die Sterilisation sollte in jedem Fall gut überlegt sein, denn es handelt sich um einen Eingriff in den Körper, der nicht Mal eben rückgängig gemacht werden kann. Ihr soltet Euch im Vorfeld gründlich über Folgen und Risiken beraten lassen und die Sterilisation nur in Angriff nehmen, wenn Ihr Euch absolut sicher seit.

In Österreich ist die Sterilisation vor Vollendung des 25 Lebensjahres sogar strafbar, wenn es keine klare medizinische Notwendigkeit für den Eingriff gibt.

Intrauterinpessare

Bei dieser Verhütungsmethode wird die Gebärmutterschleimhaut dadurch gereizt, dass ein Intrauterinpessar in die Gebärmutter eingesetzt wird. Durch die Reizung wird verhindert, dass sich befruchtete Eizellen in die Einnisten können, da kupferhaltige Spiralen zusätzlich auch noch kleinste Mengen an Kupfer absondern, welche für ein Absterben oder eine Deaktivierung der Spermien sorgen.

Es gibt auch Intrauterinpessare, die kein Kupfer, sondern Hormone abgeben, welche wir daher bei den hormonellen Methoden der Verhütung aufgeführt habe.

Intrauterinpessare erreichen einen Pearl-Index von 0,9-3.

Kupferkette

Eine Alternative zur Kupferspirale stellt die Kupferkette dar. Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Kupferspirale, allerdings besteht sie aus Kupferzylindern, die an einem Faden aufgereiht werden und dann an der Gebärmutterwand befestigt werden. Durch diese Vorgehensweise ist die Möglichkeit des Verrutschen deutlich reduziert, was zu einem höheren Schutz führt.

Die Kupferkette erreicht einen Pearl-Index von 0,1-0,5.