Mechanische Methoden der Verhütung

Mechanische Methoden der Verhütung funktionieren alle auf die gleiche Art und Weise. Bei dieser Variante der Empfängnisverhütung wird dafür gesorgt, dass die Spermien des Mannes es nicht schaffen, in die Gebärmutter der Frau einzudringen. Dadurch kann keine Spermie eine Eizelle erreichen, die befruchtungsfähig ist.

Ein entscheidender Unterschied zu den natürlichen Methoden der Verhütung ist, dass es hier auch eine Möglichkeit für den Mann gibt, um einer Schwangerschaft sicher vorzubeugen. Werfen wir also einen Blick darauf, welch mechanische Methoden der Verhütung es gibt.

Kondom

Fangen wir mit der Möglichkeit für den Mann an: mit dem Kondom. Es handelt sich hierbei um eine Hülle, die meistens aus Latex besteht und die über den erigierten Penis des Mannes abgerollt wird, um den Spermien das Eindringen in die Vagina zu verwehren. Pearl-Index: 2-12

Femidom

Ein Femidom ist quasi ein Kondom für die Frau und wird in die Vagina der Frau entrollt. Es wird also nicht über die Gebärmuttermund gestülpt, sondern eher als undurchlässige Röhre in die Vagina geschoben. Pearl-Index: 5-25

Diaphragma (Scheidenpessar)

Das Diaphragma ist eine Barriere im Scheidengewölbe, die das Durchdringen der Spermien zum Muttermund verhindert. Die Sicherheit dieses Verhütungsmethode ist sehr davon abhängig, wie erfahren die Frau im Umgang mit dem Scheidenpessar ist. In Verbindung mit Spermiziden, welche die Spermien abtöten, ist es am sichersten. Pearl-Index: 1-20

Portiokappe

Die Portiokappe dient zum Verschluss des Gebärmutterhalses und ist aus Latex oder Silikon. Der Schutz wird nochmals erhöht, wenn die Portiokappe in Verbindung mit Sperziden genutzt wird und erreicht dann einen Pearl-Index von 6.

Verhütungsschwamm

Beim Verhütungsschwamm handelt es sich um einen kleinen Schwamm aus Polyurethanschaum, der vor dem Sex in die Vagina der Frau eingeführt wird. Dort wird er direkt vor dem Muttermund platziert und tötet die Spermien des Mannes dadurch ab, dass er mit Spermiziden getränkt ist. Pearl-Index: 5-10

LEA contraceptivum

Auch bei diesem Verhütungsmittel handelt es sich um eine Barriere, die den Spermien den Zugang zu den fruchtbaren Eizellen verwehren sollen. In Verbindung mit Spermiziden wird diese Methode sicherer. Hersteller und offizielle Stellen gehen beim Pearl-Index auseinander. Wir halten uns an die offiziellen Stellen und geben den Pearl-Index mit größer als 15 an.

Schutz nicht nur Schwangerschaft

Das Kondom und das Femidom haben einen Vorteil, den kein anderes Verhütungsmittel hat: den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Mit Krankheiten wie Gonorrhoe, Syphillis oder HIV ist nicht zu Spaßen, weshalb wir empfehlen, diese Verhütungsmittel zusätzlich zu anderen zu nutzen, wenn es die Situation (One-Night-Stand oder ähnliches) erfordert.