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Ein Brandenburger verhütet mit einem DIY- Samenleiterventil, das er selbst erschaffen hat, es funktioniert per Knopfdruck und lässt sich nach Bedarf ein- oder ausschalten. Er hatte seine Erfindung lange geheim gehalten und bringt es nun an die Öffentlichkeit mit dem Namen Bimek SLV, denn er ist auf der Suche nach Investoren und freiwilligen Probanden, um dieses Verhütungsventil Marktfähig zu machen. Seine Erfindung, ist ein Ventil, welches in dem Samenleiter eingesetzt wird und bei der Ejakulation den Spermienfluss komplett aufhalten kann, das Implantat ist in verschiedenen Größen erhältlich, denn jeder Mann ist auch was den Samenleiter angeht anders beschaffen.

Der Erfinder Clemens Bimek ist eigentlich Tischler von Beruf und hat in seiner Freizeit an einer wirkungsvollen und praktischen Verhütungsmethode für den Mann gebastelt. Der 48-jährige ist derzeitig der einzige Mann, der sich als Versuchskaninchen, seine drei Prototypen in den Hodensack hat einsetzen lassen. Diese Eingriffe haben sein Samenleiter überstrapaziert, aber im normal Fall ist nur ein einziger Eingriff nötig um das passende Implantat einzusetzen, es kann das gesamte Leben wartungsfrei im Körper bleiben. Clemens Bimek, kam auf die Idee des Ventils, als er eine medizinische Sendung im SFB sah, welche einen Beitrag über die Vasektomie (Sterilisation beim Mann) gab, er fragte sich, warum man da nicht einfach ein Ventil einbaut.

Bimek hatte zwar elektronische Kenntnisse, die ihm bei seiner Erfindung hilfreich waren, aber das eigentliche Thema musste er sich selbst aneignen, lesen von Fachliteratur in Uni-Bibliotheken und histologischen Büchern mit mikroskopischen Fotos von Samenleitern, auf denen man sehr gut die Ringmuskulatur und die Längsmuskulatur, aber auch die eingefallene Schleimhaut erkennen kann. Um mehr Fachwissen zu erhalten, fragte er sogar in der Pathologie nach, ob sie ihm einen Samenleiter einer Leiche zur Verfügung stellen würden, um weitere wichtige Informationen, wie zum Beispiel die Dicke eines Samenleiters und die Beschaffenheit zu bekommen.

Anhand dieser Informationen und mikroskopischen Fotos konnte er dann durch ausmessen den Umfang berechnen, da er ja als Tischler mit dieser Art Berechnungen vertraut ist war es ihm somit möglich. Das erste Implantat passte auch super, einer musste es ja versuchen und da er fest von seiner Erfindung überzeugt war,lies er es sich einsetzen, schwierig war nur die Suche nach einem Arzt der diesen Eingriff auch vornimmt, aber es fand sich ein Urologe der dazu bereit war, nachdem er sich erst einmal Informiert hatte, damit er keine Probleme bekommen würde. Dies war im Jahre 2009, heute hat er inzwischen die dritte Generation des Implantats eingesetzt und ist glücklich über das Ergebnis, der mikroskopischen Untersuchungen, bei der ein wildes Gewusel von Spermien vorhanden war. Er selber sagt, das man das Implantat nicht spürt, es wiegt gerade mal zwei Gramm und ist aus einem hoch belastbaren und elastischen Kunststoff PEEK-Optima entwickelt.

Nun bleibt zu hoffen, das diese Verhütungsmethode, wirklich ihren Durchbruch findet und sich auf dem Markt etabliert.

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Bildquelle: Pixabay.com